Urteil in London
Ein Gericht am Woolwich Crown Court in London verurteilte Johannes Kongsnes Natland, einen 19-jährigen Norweger, am Freitag, dem 16. Oktober 2026, zu 20 Jahren Haft. Die Polizei erklärte, er müsse eine Mindeststrafe von mindestens 13 Jahren verbüßen. Eine Jury hatte ihn im Juli nach einem erneuten Verfahren der Verschwörung zum Mord für schuldig befunden. Er hatte zugestimmt, ein Ziel zu erschießen, dessen Identität nicht geklärt ist, und dafür 25.000 Euro (21.500 Pfund) erhalten. Er gab den Besitz der Schusswaffen und Munition zu, bestritt jedoch die Absicht, die Tötung auszuführen.
Die Festnahme in Huddersfield
Natland wurde in den frühen Morgenstunden des 19. März 2025 in einem Hotel in Huddersfield im Norden Englands festgenommen, zwei Tage nachdem er nach Großbritannien eingereist war. Beamte fanden zwei Waffen und Munition in seinem Zimmer, wo er sie unter dem Bett versteckt hatte. Die Anzahl der Patronen variiert je nach Bericht: 19 laut BBC und Spiegel, 12 scharfe Kugeln laut The Independent. Terrorismusbekämpfungsbeamte erklärten, die Festnahme sei nur Stunden vor der geplanten Tötung erfolgt. Die West Yorkshire Police, die nordöstliche Terrorismusbekämpfungseinheit und norwegische Behörden waren an der Operation beteiligt.
- Natland in einem Hotel in Huddersfield mit zwei Waffen und Munition festgenommen
- Jury befindet Natland der Verschwörung zum Mord für schuldig
- Natland am Woolwich Crown Court zu 20 Jahren Haft verurteilt
Anwerbung und die Iran-Verbindung
Beamte der Terrorismusbekämpfung der Metropolitan Police erklärten, Natland sei vom Foxtrot-Netzwerk angeworben worden, das sie als schwedische organisierte Kriminalitätsgruppe beschreiben, während er ein Online-Spiel spielte. Sie erklärten, die Gruppe habe Verbindungen zur iranischen Regierung. Helen Flanagan, die die Einheit leitet, sagte, die Polizei habe das beabsichtigte Ziel nicht identifiziert und keine Beweise für eine direkte Verbindung zum Iran in diesem Fall gefunden. Der Spiegel berichtet, ein Foxtrot-Mitglied mit dem Decknamen „Agent 47“ habe ihm die 25.000 Euro angeboten, und eine Durchsuchung seines Telefons habe Karten, Fotos und Videos des Waffenverstecks gezeigt. Großbritannien hat das Foxtrot-Netzwerk und seinen Anführer Rawa Majid sanktioniert, und die Sanktionen umfassen eine Vermögenssperre.
Weitere Anklagen in Norwegen
In Norwegen wurde ein 17-Jähriger namens „Generalen“ im vergangenen Jahr wegen des Versuchs, zur Tötung beizutragen, verurteilt und zu 14 Jahren Haft verurteilt. Er ist der mutmaßliche Anwerber von Natland. Die Berichte über die anderen Angeklagten unterscheiden sich: AP berichtet, ein 16-Jähriger warte in Norwegen auf seinen Prozess, während 20 Minuten berichtet, drei weitere norwegische Teenager seien seit Oktober vor Gericht. Die Identität des beabsichtigten Opfers bleibt unbekannt.
Urteilsbegründung
Richterin Bobbie Cheema-Grubb sagte dem Gericht in der Urteilsverkündung, Natland habe der Tötung zugestimmt, obwohl er wiederholt die Möglichkeit gehabt habe, sich zurückzuziehen.
Sie haben zugestimmt, der Vollstrecker zu sein, und es weiterverfolgt, trotz zahlreicher Gelegenheiten, sich herauszuziehen.
Berichte über die Anhörung besagen, die Richterin habe Natland als guten Schüler aus einem stabilen Elternhaus beschrieben, dessen Drogenmissbrauch ihn zum Entsetzen seiner Eltern aus der Bahn geworfen habe. Ermittler führen Dutzende Gewaltverbrechen in Schweden in den letzten Jahren auf die Foxtrot-Bande zurück. Das Ziel der geplanten Tötung ist noch immer nicht identifiziert.