Was die Pläne umfassen

CNN berichtete, dass US-Militärplaner neue Angriffsoptionen gegen Iran ausgearbeitet haben, darunter die Bombe GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast, bekannt als MOAB oder „Mutter aller Bomben". Als Ziele werden Energieinfrastruktur und Atomanlagen genannt; die Optionen würden abgewogen, falls Donald Trump neue Angriffe entweder vor oder nach den Zwischenwahlen am 3. November 2026 anordnet. US-Quellen, die mit den Militärplänen vertraut sind und von CNN zitiert werden, erklärten, die Optionen könnten auf beiden Seiten des Urnengangs erwogen werden. CNN bezeichnete es als ersten Einsatz der Waffe im Iran-Konflikt, was eine erhebliche Eskalation bedeuten würde.

Zweifel an der Wirkung der Waffe

Mehrere von CNN zitierte Quellen bezweifeln, dass die Bombe die von Trump genannten Ziele erreichen oder das Kriegsgeschehen verändern würde. Eine Quelle sagte, die Waffe sei nützlich, um große Flächen zu räumen, aber nicht viel mehr, und sie sei nicht als tief eindringender Sprengkopf gebaut – eine Einschränkung, die ins Gewicht fällt, weil die mutmaßlichen Atomanlagen unterirdisch liegen. Die Gewichtsangaben schwanken zwischen den Berichten: Adnkronos nennt 9,7 Tonnen, ANSA zitiert in der Überschrift 11 Tonnen und im Text etwa 10 Tonnen, LaSexta gibt fast 10.000 Kilogramm an, wobei sich die Druckwelle über 1,6 Kilometer ausbreite. Von CNN zitierte Experten warnten, Angriffe auf bewohnte Gebiete könnten schwere zivile Opfer verursachen und einen Effekt haben, der auf Washington zurückfalle, vergleichbar mit Napalm in Vietnam. LaSexta ergänzt, die Bombe werde von einer C-130 getragen, per Fallschirm abgeworfen und per GPS gesteuert, um kurz vor dem Bodenkontakt zu detonieren.

Trumps Äußerungen und der Stand des Krieges

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Montana sagte Trump vor dem Besteigen der Air Force One zu Reportern, der Krieg mit Iran werde sehr bald enden, wenn er es wolle, und Iran werde niemals Atomwaffen besitzen. In einer früheren, von LaSexta zitierten Äußerung sagte er, beide Seiten führten produktive Gespräche und Iran werde vor den Zwischenwahlen nicht angegriffen. ABC berichtet, dass die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts, der im Februar mit US- und israelischen Angriffen auf Iran begann, seit dem Sommer stocken. Washington hat nach demselben Bericht die Militäroperationen in den vergangenen Wochen zugunsten wirtschaftlichen Drucks zurückgefahren. Von ABC zitierte Umfragen zeigen, dass Trumps Beliebtheit niedrig ist und dass der unpopuläre Krieg zusammen mit steigenden Kraftstoffpreisen der Republikanischen Partei vor den Novemberwahlen schadet. SIC berichtet, dass auch Benjamin Netanyahu Trump drängt, groß angelegte Angriffe wieder aufzunehmen, und dass in Israel am 27. Oktober Wahlen stattfinden.

Angriffe auf Schiffe und der Präzedenzfall von 2017

Laut ANSA dauern die Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus an, zuletzt im Golf von Oman; der Sender berichtete zudem, dass in den 24 Stunden vor seinem Bericht zwei Containerschiffe gesunken seien. Die Bombe wurde nur einmal im Kampf eingesetzt, als sie nach Angaben von SIC am 13. April 2017 einen Tunnelkomplex des Islamischen Staates in Afghanistan traf, weniger als zwei Monate nach Trumps Einzug ins Weiße Haus. Die gemeldeten Opferzahlen dieses Angriffs gehen auseinander: etwa 40 laut ANSA, mehr als 90 laut ABC und rund 100 laut SIC. Offiziell, so merkt SIC an, verursachte der Angriff von 2017 keine zivilen Todesfälle.

Schlüsseldaten zur MOAB und zum Iran-Krieg
  1. MOAB auf einen Tunnelkomplex des Islamischen Staates in Afghanistan abgeworfen
  2. US- und israelische Angriffe auf Iran beginnen den Krieg
  3. In Israel finden Wahlen statt
  4. Zwischenwahlen in den USA