Durchsuchungen bei zwei Banken und Immobilienfirmen

Am Morgen des Mittwochs, des 14. Oktober 2026, führte die Polícia Judiciária gemeinsam mit der Autoridade Tributária Durchsuchungen bei der in Porto ansässigen Banco Carregosa und bei der Banco Angolano de Investimento Europa (BAI) in Lissabon durch. Die Durchsuchungen erstreckten sich auch auf Immobilienfirmen, Anwaltskanzleien, Unternehmen und Privatwohnungen. Die Medien nannten unterschiedliche Zahlen: RTP berichtete von 53 Durchsuchungen, Observador von mehr als 50, und TSF nannte unter Berufung auf CNN Portugal die Zahl 50. Der Fall wird vom Departamento Central de Investigação e Ação Penal (DCIAP) bearbeitet. Einige Medien nannten den Namen der zweiten Bank abweichend; ein Bericht verwendete Banco Europeu de Investimento, was die anderen Quellen nicht stützen.

Das mutmaßliche System

Die Ermittlungen betreffen den Verdacht der Umgehung des Imposto Municipal sobre Transações Onerosas de Imóveis (IMT), der kommunalen Grunderwerbsteuer. Laut Correio da Manhã, der zuerst über die Operation berichtete, wurden Immobiliengesellschaften gegründet, damit Immobilien den Eigentümer wechseln konnten, während die Transaktionen für Steuerbefreiungen in Frage kamen. Diese Gesellschaften wurden anschließend an Immobilienfonds verkauft. Zu den Vorwürfen zählen unter anderem Steuerbetrug und Geldwäsche. Das mutmaßliche System soll den Staat Millionen von Euro gekostet haben, wobei in der Berichterstattung keine offizielle Schadenssumme veröffentlicht wurde.

Ermittlungsstand und Hintergrund

RTP berichtete, dass keine Haftbefehle erlassen wurden und die Operation der Beweissicherung dient. TSF berichtete, dass die PJ zu einem späteren Zeitpunkt weitere Einzelheiten bekannt geben werde. Observador wies darauf hin, dass beide Banken zuvor mit einer separaten Untersuchung zum Kauf und späteren Weiterverkauf des ehemaligen Sitzes des Portugiesischen Fußballverbands (FPF) im Jahr 2018 in Verbindung gebracht worden waren.