Was geschah
Am Samstag, 17. Oktober 2026, brach am Ausgang eines Durga-Puja-Pandals im Norden Kolkatas im Bundesstaat Westbengalen eine Massenpanik aus. Die Angaben zur Opferzahl weichen voneinander ab: Die Polizei von Kolkata und Chief Minister Suvendu Adhikari nannten mindestens 17 Tote und 25 Verletzte, andere Medien berichteten von 18 oder 19 Toten. Die jüngste Zahl in den Quellen liegt bei mindestens 19 Toten; der Chief Minister erklärte, zunächst seien 17 Menschen gestorben und später zwei weitere.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 19.40 Uhr am Ausgangstor des Pandals Chorbagan Sarvajanin im Bereich der Polizeiwache Girish Park. Beamte erklärten, der Massenpanik seien starke Regenfälle vorausgegangen, die zahlreiche Besucher in den Pavillon getrieben hätten. Ein hochrangiger Polizeibeamter, den AFP zitierte, beschrieb als Auslöser eine Menge von Pandal-Besuchern, die drängten und nach vorn stürmten, sowie eine Durchsage, die Unruhe auslöste.
Ausmaß der Opfer
Der Chief Minister erklärte, 24 Verletzte seien außer Lebensgefahr und einer befinde sich in einem ernsteren Zustand. In einem früheren spanischsprachigen Bericht hieß es, acht der Verletzten seien in kritischem Zustand. Die Polizei teilte mit, die Identität der Toten und Verletzten werde noch festgestellt; viele stammten vermutlich aus Bezirken außerhalb Kolkatas und waren zum Fest angereist.
Überlebende und Zeugen
Eine Anwohnerin sagte gegenüber PTI, die Massenpanik sei ausgebrochen, als die Menschen das Pandal verließen, und es seien keine Freiwilligen anwesend gewesen. Ein Opfer, das von einem lokalen Medium zitiert wurde, sagte, der Bereich sei sehr eng gewesen, es habe keine Beleuchtung gegeben und etwa eine halbe Stunde nach dem Vorfall seien weder Polizei noch Freiwillige vor Ort gewesen. Zeugen berichteten zudem, Menschen hätten in dem Gedränge das Bewusstsein verloren, andere seien auf Motorrädern weggebracht worden.
Reaktionen der Behörden
Premierminister Narendra Modi schrieb auf X, er sei betroffen, und sprach sein Beileid aus. Das Büro des Premierministers kündigte eine Entschädigung von 200.000 Rupien für die Familien jedes Toten und von 50.000 Rupien für jede verletzte Person an. Adhikari sagte, seine Regierung werde untersuchen, ob die Menschenmenge ordnungsgemäß kontrolliert worden sei, und die Verantwortung werde festgestellt. Er erklärte außerdem, der Bundesstaat habe seine geplanten Veranstaltungen abgesagt und ein Besuch von Innenminister Amit Shah sei abgesagt worden. Nach einem niederländischen Bericht nahm die Polizei zwölf Menschen zur Befragung fest, darunter Organisatoren, Freiwillige und Sicherheitskräfte.
Wir werden untersuchen, ob die Menschenmenge ordnungsgemäß kontrolliert wurde. Wir werden die Verantwortung feststellen.
Weiterer Kontext
Durga Puja dauert in Westbengalen vom 16. bis 21. Oktober, wobei sich große Menschenmengen an temporären Schreinen versammeln. Berichte verwiesen auf frühere Massenpaniken bei indischen Großveranstaltungen, darunter ein Vorfall im Januar 2025 beim Maha Kumbh Mela in Prayagraj, bei dem mindestens 30 Menschen starben.