Absatzrückgang in einem Monat, der sonst seinen Höhepunkt erreicht

Chinas Pkw-Absatz fiel im September 2026 im Jahresvergleich – der stärkste Rückgang in diesem Jahr, wie aus Zahlen des chinesischen Pkw-Verbands (CPCA) hervorgeht, über die Nikkei Asia berichtet. Der Rückgang wird in einem Bericht mit 29 Prozent, in einem anderen mit 28 Prozent angegeben, beide unter Berufung auf Nikkei Asia. Der September gilt normalerweise als der „goldene“ Monat der Branche, als Höhepunkt der Kaufsaison, doch in diesem Jahr brachte er keine erwartete Erholung auf dem größten Automarkt der Welt. In einer CPCA-Umfrage gaben mehr als ein Drittel der Händler an, dass der saisonale Absatzanstieg in diesem Jahr völlig ausblieb, und die Verbraucher verschieben ihre Kaufentscheidungen.

Verbrenner brechen ein, elektrifizierte Modelle halten sich

Der Absatz von Autos mit Verbrennungsmotor fiel im September im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 534.000 Einheiten. Der Absatz von Elektroautos und Plug-in-Hybriden sank im gleichen Vergleich um 16,7 Prozent auf 1,08 Millionen Einheiten. Da der Rückgang bei konventionellen Fahrzeugen tiefer ausfiel, erreichte der elektrifizierte Anteil an den monatlichen Neuwagenverkäufen einen Rekordwert von 67 Prozent.

Chinas Autoabsatz nach Antriebsart, September 2026 (Einheiten)
Autos mit Verbrennungsmotor (minus 43 % ggü. Vorjahr)534.000Elektro- und Plug-in-Hybrid-Autos (minus 16,7 % ggü. Vorjah…1.080.000

Exporte gleichen den Inlandseinbruch aus

Die Schwäche im Inland steht im Kontrast zu den Ergebnissen im Ausland, die laut Nikkei Asia in den Berichten der Hersteller selbst sichtbar sind. BYD und Geely, den Berichten zufolge die größten Hersteller von Elektrofahrzeugen, verzeichneten im September Exportzuwächse von 154 Prozent bzw. 162 Prozent im Jahresvergleich. Im gleichen Zeitraum fiel ihr Absatz in China bei BYD um 13 Prozent und bei Geely um 20 Prozent.

Absatzveränderung von BYD und Geely im September 2026 im Jahresvergleich (%)
BYD Exporte154Geely Exporte162BYD Absatz China-13Geely Absatz China-20

Analysten verweisen auf Subventionen, Steuervergünstigungen und Kraftstoffpreise

Nomura-Analysten führen den Rückgang der Inlandsnachfrage auf Einschränkungen bei staatlichen Subventionen für den Fahrzeugersatz und das Auslaufen von Steueranreizen zurück. Experten weisen darauf hin, dass hohe Kraftstoffpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten die Expansion chinesischer Autos im Ausland begünstigen. Nomura warnt jedoch, dass starke Exporte den schwächer werdenden Binnenmarkt nur „begrenzt“ ausgleichen werden.