Ein Ranking, das sich kaum bewegt
Das Nationale Statistikinstitut (INE) hat am Montag, 19. Oktober, seinen Atlas de Distribución de Renta de los Hogares mit Daten für 2024 veröffentlicht. Das Nettoeinkommen pro Person stieg in ganz Spanien um 6,1 % auf 15.948 Euro, während das Bruttoeinkommen pro Person um 6,8 % auf 19.716 Euro zunahm. Das Nettoeinkommen pro Haushalt lag im Durchschnitt bei 40.605 Euro, 5,9 % mehr als im Vorjahr. Der Atlas ordnet das Einkommen dem Wohnort jedes Empfängers zu, was eine Aufschlüsselung bis auf die Ebene einzelner Stadtviertel erlaubt. Pozuelo de Alarcón (Madrid) belegte erneut den ersten Platz unter den Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern, mit 32.612 Euro pro Person.
Matadepera (Barcelona) kam mit 28.607 Euro auf Platz zwei, gefolgt von Boadilla del Monte (Madrid) mit 28.382 Euro. Torrelodones (Madrid) mit 26.573 Euro und Getxo (Biskaya) mit 26.472 Euro vervollständigten die Top fünf. Dieselben drei Spitzenreiter belegten das vierte Jahr in Folge die ersten Plätze, und jede dieser Gemeinden legte gegenüber ihrem Durchschnitt von 2023 rund 2.000 Euro zu.
Die ärmsten Gemeinden
Am anderen Ende verzeichnete Iznalloz (Granada) mit 9.153 Euro pro Person den niedrigsten Wert unter den Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern. Es folgten El Palmar de Troya (Sevilla) mit 9.321 Euro, Albuñol (Granada) mit 9.343 Euro, Chozas de Canales (Toledo) mit 9.547 Euro und La Mojonera (Almería) mit 9.650 Euro. Auf Andalusien entfallen 12 der 15 Gemeinden mit dem niedrigsten Durchschnittseinkommen in Spanien. In der Provinz Córdoba führte San Sebastián de los Ballesteros mit 16.452 Euro pro Person, während Nueva Carteya mit 10.684 Euro den niedrigsten Wert der Provinz verzeichnete.
Regionale und provinziale Gegensätze
Gipuzkoa hatte mit 20.790 Euro den höchsten Provinzdurchschnitt, vor Bizkaia (19.858 Euro) und Madrid (19.277 Euro). Am niedrigsten lagen Almería (12.244 Euro), Huelva (12.765 Euro) und Jaén (12.835 Euro). Die Provinz Barcelona verzeichnete 17.884 Euro, während in Girona (15.986 Euro), Lleida (15.608 Euro) und Tarragona (15.296 Euro) das Durchschnittseinkommen weniger stark stieg als im Landesdurchschnitt. Der Zuwachs in Madrid lag über 1.100 Euro. Rund 89,7 % der baskischen Gemeinden lagen im obersten Einkommensviertel, also über 17.157 Euro, in Navarra waren es 71,3 %. In Murcia fielen 91,1 % der Gemeinden ins unterste Viertel, also unter 13.407 Euro, in Andalusien waren es 83,9 %.
Die Balearen hatten mit 46,3 % den dritthöchsten Anteil an Gemeinden mit hohem Einkommen, und ihr durchschnittliches Nettoeinkommen stieg um 6,4 % auf 17.158 Euro von 16.118 Euro. Auf den Kanarischen Inseln leben 36,2 % der Einwohner im Niedrigeinkommensbereich, also 803.584 Menschen, nach 36,6 % im Jahr 2023. Damit liegt der Archipel landesweit an fünfter Stelle, hinter Murcia (58,7 %), Extremadura (57,5 %), Andalusien (56 %) und Kastilien-La Mancha (45,7 %).
In den Städten
Unter den Provinzhauptstädten hatte San Sebastián mit 60,3 % den höchsten Anteil an Zensusbezirken mit sehr hohem Einkommen, gefolgt von Madrid mit 39,3 % und Bilbao mit 33,9 %. Soria und Cuenca verzeichneten 0,0 %, Guadalajara 1,7 %. Auch innerhalb der Städte verlaufen die Einkommensunterschiede deutlich: In Madrid verläuft die Haupttrennlinie zwischen einem wohlhabenden Norden und einem ärmeren Süden, in Sevilla von Ost nach West. Bei den Bruttohaushaltseinkommen liegt der landesweite Median bei 45.100 Euro, und die ärmsten 20 % der Viertel liegen unter 36.700 Euro.
Was die Zahlen messen
Der Atlas stützt sich auf Steuerdaten der Agencia Tributaria und der foralen Steuerbehörden und wird mit zwei Jahren Verzögerung veröffentlicht. Die Schattenwirtschaft bleibt außen vor. Die Zahlen beziehen sich auf den Einwohner, zählen also Minderjährige und Menschen ohne Einkommen mit, und entsprechen daher nicht einem typischen Gehalt. Für einige Gebiete liegen wegen der statistischen Geheimhaltung keine Daten vor.