Der Aufstieg an der Kinokasse

La bola negra, inszeniert von Javier Calvo und Javier Ambrossi, hatte nach Daten von Rentrak bis Sonntag, den 11. Oktober 2026, 23.525.643 Euro eingespielt. La Razón berichtet, dass dies die ersten 17 Tage des Films in den Kinos umfasst und dass er im selben Zeitraum nach Vergleichszahlen rund drei Millionen Euro mehr einnahm als Torrente presidente. Rentrak erstellt die Kinostatistiken, die das Kulturministerium über das Instituto de la Cinematografía y de las Artes Audiovisuales veröffentlicht, und das Ministerium gibt dies auf seiner Website an.

El Confidencial bezeichnet die Summe als vorläufig und schreibt, sie sei am dritten Wochenende des Films erreicht worden, begünstigt durch einen Feiertagsvorabend. Wenn der Film sein aktuelles Tempo halte, könnte er sich der Marke von Torrente presidente nähern, Santiago Seguras Erfolg von 2026.

Der Platz in Spaniens ewiger Rangliste

El Confidencial berichtet, der Film habe Platz acht unter den spanischen Filmen nach Einspielergebnis erreicht und dabei Ágora (2009), Torrente 2: misión en Marbella (2001) und La gran aventura de Mortadelo y Filemón (2003) überholt. Filme direkt darüber sind El orfanato (2007), Un monstruo viene a verme (2016) und Los otros (2001), und die Zahl sei für den Film erreichbar, so das Portal. An der Spitze führt Ocho apellidos vascos (2014) mit 56,1 Millionen Euro, gefolgt von Lo imposible (2012) mit 44,2 Millionen und Ocho apellidos catalanes (2015) mit 36,1 Millionen. Nach Besucherzahlen hat der Film 3,7 Millionen Tickets verkauft und liegt damit noch unter dem zehntplatzierten Film dieser Liste, No desearás al vecino del quinto, mit 4,3 Millionen.

Spanische Top-Filme nach Einspielergebnis (Millionen Euro) (Mio. Euro)
Ocho apellidos vascos (2014)56,1Lo imposible (2012)44,2Ocho apellidos catalanes (2015)36,1La bola negra (bis 11. Okt. 2026, vorläufig)23,53

Ein Film über Lorca und drei Epochen

Der Film folgt drei schwulen Männern durch ein Jahrhundert. 1937 bewacht Sebastián, ein Wehrpflichtiger in Francos Armee, einen Gefangenen, den er liebt. 1932 wird Carlos die Mitgliedschaft in einem exklusiven Casino-Club wegen Gerüchten über seine Sexualität verweigert. 2017 erhält Alberto, ein Historiker und Forscher, eine unerwartete Erbschaft von seinem entfremdeten Großvater. Guitarricadelafuente spielt Sebastián, Miguel Bernardeau spielt Rafael Rodríguez Rapún, der Sekretär von La Barraca war und eine Beziehung mit Federico García Lorca hatte. Rodríguez Rapún starb am 18. August 1937 in Kantabrien, nachdem er an der Nordfront verwundet worden war. Das Projekt stützt sich auf Lorcas unvollendetes Stück sowie auf La piedra oscura von Alberto Conejero, der auch am Drehbuch mitwirkt.

Festivaltour und Preisrennen

Der Film feierte im Mai 2026 in Cannes Premiere, wo er für seine beiden Regisseure den Preis für die beste Regie gewann, eine Auszeichnung, die laut BBC mit Pawel Pawlikowski geteilt wurde. Die Premiere löste einen Bieterwettstreit unter Verleihern aus, und Netflix bringt den Film in Nordamerika heraus. Wettanbieter setzen ihn auf Platz zwei der Favoriten für den besten Film, hinter The Odyssey. Die BBC berichtet zudem, dass er im Herbst 2026 den People's Choice Award beim Filmfestival von Toronto gewann, der, wie der Sender anmerkt, häufig einer Nominierung für den besten Film vorausgeht. The Hollywood Reporter lobte den Film als weit ausgreifende, herzzerreißende und oft komische Reise der Erinnerung und Fantasie.

Dreharbeiten in Kantabrien

Valdáliga, eine Gemeinde in Kantabrien, war einer der Drehorte des Films. Die Crews drehten auch in El Cabreru, wo ein Erschießungskommando des Bürgerkriegs inszeniert wurde, und in Oyambre, wo eine Bombardierungsszene und Ruhemomente franquistischer Truppen entstanden. Die Schauplätze wurden gewählt, um die Gewalt des Konflikts mit der Ruhe hinter der Front zu kontrastieren, mit der kantabrischen Landschaft als Kulisse.