Eine Strafe von mindestens 40 Jahren

Richterin Carli Kierny verurteilte Duane 'Keffe D' Davis, 63, am Dienstag, dem 13. Oktober 2026, in einem Gerichtssaal in Las Vegas. Davis, ein ehemaliger Anführer einer Bande aus Los Angeles, muss mindestens 40 Jahre verbüßen, bevor er erstmals eine Bewährung beantragen kann – ohne Garantie, dass eine Entlassung folgt. Der spanischsprachige Sender LaSexta berichtete von zwei aufeinanderfolgenden Strafen von 20 Jahren bis lebenslänglich, eine wegen Mordes und eine wegen der Verwendung einer tödlichen Waffe, während andere Berichte die Strafe als 40 Jahre bis lebenslänglich beschreiben. Die Richterin erklärte, die Zeit, die Davis seit seiner Festnahme 2023 bereits in Haft verbracht hat, werde auf die Strafe angerechnet. Davis erschien in Handschellen und blauer Gefängniskleidung, und LaSexta berichtete, er habe bei der Verkündung der Strafe keine Regung gezeigt.

Urteil und Verteidigung

Eine Jury befand Davis im August des Mordes mit einer tödlichen Waffe für schuldig, begangen zur Förderung oder Unterstützung einer kriminellen Bande. Davis war 2023 in Las Vegas festgenommen und des Mordes sowie weiterer Straftaten beschuldigt worden; er bekannte sich nicht schuldig. Die Staatsanwaltschaft warf ihm nicht vor, die Schüsse abgegeben zu haben; sie argumentierte, er habe den Angriff als Teil eines Streits zwischen verfeindeten Banden organisiert und die Mordwaffe beschafft. Davis hat in Interviews und in seinen Memoiren wiederholt erklärt, er habe in dem weißen Cadillac gesessen, aus dem die Schüsse abgegeben wurden, und sei dessen einziger überlebender Insasse gewesen. 2008 sagte er gegenüber Ermittlern aus, sein Neffe habe die tödlichen Schüsse abgegeben. Sein Anwalt Michael Sanft argumentierte, Davis habe diese Geschichten erfunden, um Geld zu verdienen, und keine physischen Beweise hätten ihn an den Tatort gebracht.

Die Tötung von 1996

Tupac Shakur wurde am 7. September 1996 angeschossen, als das Auto, in dem er saß, in Las Vegas an einer roten Ampel hielt. Sechs Tage später starb er im Krankenhaus im Alter von 25 Jahren. Jahrzehntelang blieb der Fall ungelöst, und die Rivalität zwischen dem Rap der Westküste und der Ostküste wurde lange als wahrscheinliches Motiv genannt. Im Prozess verknüpfte die Anklage den Angriff mit einer persönlichen Kränkung: Davis habe sich rächen wollen, nachdem Mitglieder aus Shakurs Umfeld seinen Neffen Stunden zuvor in einem Casino geschlagen hatten. Shakur war mit Marion 'Suge' Knight, dem Chef von Death Row Records, unterwegs, als sich an der Ampel ein weiteres Auto neben sie setzte. Die Polizei erklärte, Davis' eigene Aussagen hätten den Ermittlern nach Jahren ohne Durchbruch geholfen, voranzukommen.

Wichtige Daten im Fall Tupac Shakur
  1. Shakur wird in einem an einer roten Ampel in Las Vegas haltenden Auto angeschossen
  2. Davis sagt gegenüber Ermittlern aus, sein Neffe habe die tödlichen Schüsse abgegeben
  3. Davis wird in Las Vegas festgenommen und später des Mordes beschuldigt
  4. Eine Jury verurteilt Davis des Mordes mit einer tödlichen Waffe
  5. Die Richterin verurteilt Davis zu mindestens 40 Jahren; er kündigt Berufung an

Familie spricht im Gericht

Sekyiwa Shakur, die Schwester des Rappers und laut DIE WELT 51 Jahre alt, sprach, zeitweise unter Tränen, vor Gericht über den Verlust ihres Bruders. Sie beschrieb ihn als leuchtenden Stern und Ikone, der sich vorgenommen habe, seine Familie zu schützen und die Welt zu verbessern, und bat die Richterin um die Höchststrafe. Mopreme Shakur, ein Stiefbruder des Rappers, sprach ebenfalls und beschrieb den Verlust als verheerend für die Familie und für Fans weltweit. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslänglich ohne Bewährung gefordert, und die Strafe blieb darunter. Davis nutzte seine einzige Gelegenheit zu sprechen, um die Rückgabe seiner Habseligkeiten zu erbitten, darunter Fotografien, die Ermittler aus seinem Haus mitgenommen hatten.

Berufung und was folgt

Davis und sein Anwalt erklärten beide, sie würden gegen die Entscheidung Berufung einlegen. HotNews berichtete unter Berufung auf die Nachrichtenagentur DPA, die Strafe sei etwa sechs Wochen nach dem Jury-Urteil ergangen. Davis kann keine Bewährung beantragen, bevor 40 Jahre vergangen sind, und der Rest seines Lebens könnte im Gefängnis verbracht werden. Das Berufungsverfahren ist nun der nächste Schritt in einem Fall, der fast drei Jahrzehnte ungelöst blieb.