Der tödliche Kampf

Der mexikanische Wrestler El Hijo de Fishman trat bei einer Veranstaltung namens „Deslealtades“ im Centro Deportivo Cultural 11 de Julio in Mineral de la Reforma, Hidalgo, gegen Máscara Sagrada NG an. Während des Kampfes setzte er einen Piledriver, auch als Martinete bekannt, gegen den 75-jährigen Ringrichter Gerardo Germán Pineda ein, der unter dem Namen El Búho bekannt war. Ouest France berichtet, der Griff sei in einem geskripteten Kampf offenbar geprobt gewesen, und Publikum wie Wrestler hätten die Reglosigkeit des Ringrichters zunächst für einen Knockout gehalten. Pineda blieb mehrere Minuten bewegungslos auf der Matte liegen, bevor medizinische Kräfte ihn erreichten. Als sie eintrafen, so El Financiero, wies er keine Vitalzeichen mehr auf. Telemundo, zitiert von La Razón, berichtet, ein Zeuge habe gesehen, wie die beiden sich vor dem Griff stritten, und dass der Wrestler den Ringrichter zuvor gegen das Seil geschleudert habe.

Widersprüchliche Darstellungen

Die Quellen unterscheiden sich beim Todestag. Ouest France und El País datieren den Kampf auf Mittwoch, den 7. Oktober 2026, während El Mundo angibt, Pineda sei am Dienstag, dem 6. Oktober, gestorben. Ringseitige Aufnahmen, auf die sich The Independent beruft, zeigen, wie Pineda früher im Kampf einen Bodyslam einsteckt und sich den Rücken hält. Ouest France schreibt, das Genick des Ringrichters sei wahrscheinlich gebrochen. El Mundo betont, die genauen Umstände des Todes und der Zusammenhang zwischen der Aktion und dem Ausgang müssten noch durch die Ermittlungen geklärt werden.

Festnahme und Vorwürfe

Die Stadtpolizei nahm Hijo de Fishman am Mittwoch fest und übergab ihn an die Procuraduría General de Justicia del Estado de Hidalgo. El País bezeichnet den Vorwurf als homicidio culposo, und La Razón schreibt, die Behörden könnten den Fall auf dieser Grundlage untersuchen. The Independent berichtet von einer Anklage wegen Totschlags unter Berufung auf lokale Berichte in Mexiko, während Ouest France den Vorwurf als homicide involontaire beschreibt. El Mundo betont, die Inhaftierung sei keine Schuldfeststellung, und die Ermittler müssten klären, ob den Wrestler eine strafrechtliche Verantwortung treffe. El Mundo berichtet zudem, einige Informationen deuteten darauf hin, dass medizinische Hilfe nicht unverzüglich geleistet worden sei – ein Punkt, der ebenfalls geklärt werden müsse.

Freilassung nach Wiedergutmachungsvereinbarung

Am Freitag, dem 9. Oktober, so berichtet El País, wurde Hijo de Fishman freigelassen, nachdem er sich mit Pinedas Familie auf eine Wiedergutmachung geeinigt hatte. Ein vom Account El Patrón Espectáculos Lucha Libre veröffentlichtes Video zeigt ihn mit seiner Maske, begleitet von seinem Anwaltsteam. Einer seiner Vertreter sagte, die Vereinbarung umfasse die Wiedergutmachung des Schadens und es werde kein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet. Der Wrestler äußerte sich nicht weiter, doch sein Promoter kündigte eine Pressekonferenz an, um den Fall zu klären und weitere Spekulationen zu vermeiden. Er ist der Sohn von José Ángel Nájera Sánchez, bekannt als Fishman, einem Wrestler aus Torreón, der in den 1970er- und 1980er-Jahren bekannt war.

Der Ringrichter und der zeitliche Ablauf

Pineda war laut El Mundo drei Jahrzehnte lang als Ringrichter tätig, nachdem er etwa 15 Jahre lang unter dem Namen El Búho Negro II als Wrestler aktiv gewesen war. El País weist darauf hin, dass der Piledriver von mehreren Wrestling-Kommissionen verboten ist, weil er schwere Halswirbelverletzungen riskiert. Nach seinem Tod gingen in der mexikanischen Wrestling-Szene Kondolenzen ein, berichtet El Mundo. Die folgenden Schlüsseldaten richten sich nach dem von Ouest France und El País genannten Datum Mittwoch, 7. Oktober.

Schlüsseldaten im Fall Hijo de Fishman
  1. Ringrichter Gerardo Germán Pineda stirbt während eines Kampfes in Mineral de la Reforma, Hijo de Fishman wird festgenommen
  2. Hijo de Fishman wird nach einer Wiedergutmachungsvereinbarung mit Pinedas Familie freigelassen