Der Zusammenbruch

Am Sonntag, 1. November 2026, brach eine 24-jährige Frau bei ihrem ersten New-York-City-Marathon zusammen – ein Lauf, mit dem sie Spenden für die Parkinson-Forschung sammeln und ihren Großvater ehren wollte, der 2022 an der Krankheit gestorben war. Laut der New York Times stürzte sie um 13.33 Uhr EST nahe der Meile-24-Marke. Die Angaben dazu, wie weit das vom Ziel entfernt war, gehen auseinander und reichen von etwa zwei Meilen bis fünf Kilometern: The Independent nennt zwei Meilen, Notícias ao Minuto etwa drei Kilometer und deutsche Medien knapp unter vier Kilometern.

Ihr Vater, der ihren Lauf per Tracking-App von zu Hause aus verfolgte, hatte während des Rennens zuvor noch zuversichtliche Nachrichten von ihr erhalten. Nach rund 29 Kilometern kamen Nachrichten über Schmerzen, und nach etwa 37 Kilometern erhielt er keine Antwort mehr, als sein Tracker zeigte, dass sich ihre Position nicht mehr bewegte.

Umstehende eilten zu Hilfe und begannen mit der Herzdruckmassage, bevor Rettungskräfte mit einem Defibrillator eintrafen, berichtet The Independent, dem zufolge zwei der Helfer Ärzte waren. Sie wurde mit dem Krankenwagen ins Mount Sinai Medical Center gebracht, wo sie um 13.50 Uhr ankam. Ärzte versuchten mehr als sechs Stunden lang, sie zu retten, bevor sie um 21.40 Uhr EST für tot erklärt wurde.

Zusammenbruch und Tod am Sonntag, 1. November 2026
  1. Zusammenbruch nahe der Meile-24-Marke, laut New York Times
  2. Krankenwagen erreicht das Mount Sinai Medical Center
  3. Für tot erklärt nach langwierigen Wiederbelebungsversuchen

Todesursache

Ihr Vater sagte der New York Times, sie sei an einer Rhabdomyolyse gestorben – einer Erkrankung, bei der Muskelgewebe zerfällt und Stoffe freisetzt, die die Nieren schädigen können. Am Dienstag, 3. November, erklärte das Büro des städtischen Leichenbeschauers, es untersuche die Todesursache; diese Untersuchung dauert an.

The Independent beruft sich auf die Cleveland Clinic, die von etwa 26.000 Fällen pro Jahr in den Vereinigten Staaten ausgeht, sowie auf Forschung der Vanderbilt University, die rund 1.500 Todesfälle jährlich nennt. Ausgelöst wird die Erkrankung typischerweise durch Überanstrengung, körperliche Traumata, bestimmte Medikamente oder eine zugrunde liegende Erkrankung. Spiegel Online nennt Muskelschmerzen, Schwäche, Druckempfindlichkeit und Schwellungen als typische Symptome, dazu Übelkeit und dunklen Urin.

Frühere Fälle betrafen überwiegend College-Sportler. The Independent berichtet, dass 2011 mehr als ein Dutzend Spieler der University of Iowa nach einem anstrengenden Kniebeugen-Training ins Krankenhaus kamen und dass 2017 drei Footballspieler der University of Oregon nach fordernden Konditionseinheiten stationär behandelt werden mussten.

Hintergrund und Reaktionen

HotNews beziffert die Zahl der Todesfälle bei Marathons unter Berufung auf eine Studie der Emory University School of Medicine auf etwa einen pro 500.000 Läufer, meist durch kardiale Ereignisse. Demselben Bericht zufolge ergab eine Studie von 2022, dass Dutzende Läufer beim Rennen in New York wegen einer Rhabdomyolyse behandelt wurden, doch es gebe keine Daten zu Todesfällen durch Rhabdomyolyse bei Marathons.

New York Road Runners erklärte gegenüber CBS News, man sei zutiefst betroffen über den Tod und spreche der Familie, den Freunden und der Läufergemeinschaft sein Beileid aus. Der Veranstalter teilte laut Notícias ao Minuto zudem mit, ein Passant, der nicht am Rennen teilnahm, habe mit der Herzdruckmassage begonnen, bevor die medizinischen Teams eintrafen. Die Untersuchung der Todesursache durch den Leichenbeschauer dauert an.