Ein 12:0-Gesamtsieg in Cork
Irland gewann das Rückspiel am Dienstag, 13. Oktober, im SuperValu Páirc Uí Chaoimh in Cork mit 4:0 und stellte damit nach dem 8:0-Hinspielsieg am Freitag, 9. Oktober, in Astana den Gesamtscore auf 12:0. Trainerin Carla Ward nahm vier Änderungen gegenüber dem Hinspiel vor, und die 10.344 Zuschauer sahen, wie die Mannschaft ihre perfekte Bilanz an der Corker Spielstätte wahrte. Über die beiden Spiele hinweg trafen zehn verschiedene Spielerinnen, wie der Irish Examiner berichtete. Der Irish Examiner zählte insgesamt 29 Torschüsse Irlands aufs Tor und nutzte diese Statistik für das Argument, dass die Forderung an die UEFA, das Play-off-Format zu überdenken, an Gewicht gewinne. Kasachstan, auf Platz 98 der Weltrangliste, stellte sechs Spielerinnen in die Abwehrkette und ließ vier weitere davor agieren, was Irland viel Ballbesitz, aber nur wenige klare Torchancen einbrachte.
Die Tore in Cork
Jessie Stapleton eröffnete den Torreigen in der 40. Minute, als sie eine Flanke von Anna Patten am hinteren Pfosten einköpfte. Katie McCabe traf innerhalb von drei Minuten nach Wiederanpfiff, fasste sich am Strafraumrand und schob einen flachen Schuss an Torhüterin Angelina Portnova vorbei ins Netz. Lucy Quinn verwandelte anschließend eine flache Hereingabe der eingewechselten Tyler Toland, und Denise O'Sullivan schloss vier Minuten später aus kurzer Distanz ab. Kasachstans einziger Torschuss kam spät im Spiel, als der Heber von Asselkhan Turlybekova von Courtney Brosnan mühelos pariert wurde.
- Jessie Stapleton köpft Irland nach einer Flanke von Anna Patten in Führung
- Katie McCabe trifft vom Strafraumrand
- Quinn trifft nach einer flachen Hereingabe der eingewechselten Tyler Toland
- O'Sullivan schließt aus kurzer Distanz ab
Polens Weg ins Finale
Im anderen Halbfinale in Danzig besiegte Polen Belgien im Elfmeterschießen, nachdem die Paarung insgesamt 3:3 geendet hatte. Belgien führte nach dem Hinspiel mit 1:0, doch Ewa Pajor glich aus, Amy Littel brachte Belgien erneut in Führung, und Paulina Tomasiak stellte nach 67 Minuten den 2:1-Stand des Tages her. Jarne Teulings brachte Belgien kurz vor der Halbzeit der Verlängerung wieder in Führung, doch Pajor erzielte vier Minuten vor Schluss ihr zweites Tor und erzwang das Elfmeterschießen. Belgien verschoss zwei seiner Strafstöße, und Natalia Padilla verwandelte den entscheidenden Versuch. Irland und Polen trafen zuletzt im April 2026 aufeinander, als Irland in der WM-Qualifikation in Danzig 3:2 und in Dublin 1:0 gewann.
Vorbereitung und Reaktionen
Mitglieder des RTÉ-Expertenrunden vertraten vor dem Rückspiel die Auffassung, ein 9:0-Gesamtsieg über Georgien im Jahr 2024 habe die Mannschaft nicht auf das Play-off-Finale gegen Wales vorbereitet, das Irland über zwei Spiele mit 3:2 verlor. Denise O'Sullivan widersprach dieser Einschätzung und sagte, die Mannschaft habe in Astana hervorragend gespielt.
Man muss sich den Teams stellen, die einem gegenüberstehen, und mehr können wir als Mannschaft nicht tun.
O'Sullivan, eine erfahrene Spielerin, die Liverpool verlassen hatte, um sich dem New Yorker Verein Gotham anzuschließen, argumentierte zudem, acht Tore seien eine beeindruckende Ausbeute, und die Mannschaft wolle in Cork noch besser abschneiden.
Acht Tore zu erzielen, ist großartig, und wir werden versuchen, im Rückspiel noch besser zu sein.
Personalien und das Finale
O'Sullivan kehrte in die Startelf zurück, nachdem sie von der elfjährigen Reise nach Astana verschont geblieben war, während Kapitänin Katie McCabe nach einer Sperre wieder in die Mannschaft kam. Irlands nächster Schritt ist ein Play-off-Finale über zwei Spiele gegen Polen, dessen Sieger sich für die Weltmeisterschaft in Brasilien qualifiziert. Der Irish Examiner berichtete, die Spiele würden wahrscheinlich am 1. und 5. Dezember ausgetragen, das Rückspiel an der Lansdowne Road, während RTÉ als Zeitfenster Ende November oder Anfang Dezember angab. Durch ihren Einsatz in Cork fehlt O'Sullivan nun ein Länderspiel zum Allzeit-Rekord von Emma Byrne.
