Bewaffneter Überfall auf das Haus
Vier maskierte Männer mit Pistolen drangen in den frühen Morgenstunden des Dienstags, 13. Oktober 2026, in das Haus des Villarreal-Torwarts Péter Gulácsi ein, wie die Associated Press berichtet. Das Anwesen liegt in einem Wohngebiet von Puçol, nördlich von Valencia. Gulácsi, ein 36-jähriger Ungar, war mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern zu Hause. Der Raub dauerte etwa eine Stunde. Die Eindringlinge bedrohten den Torwart und zwangen ihn, Wertsachen aus einem Safe herauszugeben, anschließend flohen sie in zwei seiner Luxuswagen. Der Verein erklärte, niemand sei verletzt worden, und Blick berichtete, es sei unklar, ob die Waffen echt oder Nachbildungen waren.
Reaktion des Vereins und das Spiel
Villarreal gab vor dem Anpfiff bekannt, dass Gulácsi wegen "persönlicher Gründe" nicht spielen werde. In einer späteren Erklärung verwies der Verein auf die emotionale Belastung des Torwarts. Luiz Júnior stand im Tor, als die Spanier an diesem Abend in der Ligaphase der Champions League gegen Napoli antraten. Gulácsi hatte die letzten vier Ligaspiele des Vereins bestritten, darunter die 0:1-Niederlage bei Real Madrid am Samstag, wie 20 Minutes berichtet. Er war diesen Sommer von RB Leipzig zu Villarreal gewechselt, nachdem er elf Jahre beim deutschen Klub verbracht hatte, berichtete Die Welt.
- Vier maskierte bewaffnete Männer dringen in das Haus ein, bleiben etwa eine Stunde und fliehen in zwei Luxuswagen
- Villarreal gibt bekannt, dass Gulácsi aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung steht
- Villarreal spielt in der Champions League ohne Gulácsi gegen Napoli, Luiz Júnior steht im Tor
Ermittlungen und Verdächtige
Die Regierungsdelegation der Autonomen Gemeinschaft Valencia bestätigte den Vorfall gegenüber der Nachrichtenagentur EFE. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Raubs aufgenommen. Die Behörden erklärten, keines der Familienmitglieder sei verletzt worden. In Berichten vom 14. Oktober waren die Verdächtigen weiterhin flüchtig, und die Polizei hatte weder bestätigt, welche Gegenstände entwendet wurden, noch ob es Festnahmen gegeben hatte. Blick berichtete, dass am selben Tag drei Personen im Zusammenhang mit einer anderen Serie von Einbrüchen bei Barcelona-Spielern festgenommen worden seien, doch im Fall Gulácsi seien keine Festnahmen bestätigt worden.
Ähnliche Raubüberfälle in der Region
Adevarul berichtete, dass Ettienne Capoue im Februar 2024 Ziel eines versuchten Raubüberfalls in seinem Haus in Betera bei Valencia gewesen sei. Die Welt schrieb, auch die ehemaligen Villarreal-Spieler Zambo Anguissa und Toko Ekambi seien in der Vergangenheit ins Visier geraten. Die Zeitung ergänzte, dass das benachbarte Valencia Überfälle auf seine Spieler gemeldet habe, darunter Gabriel Paulista, Geoffrey Kondogbia und Ezequiel Garay. ANSA wies zudem darauf hin, dass Toko Ekambi und Zambo Anguissa in früheren Spielzeiten ähnliche Situationen erlebt hätten.
Wie es weitergeht
Blick berichtete, dass kein Termin für Gulácsis Rückkehr ins Mannschaftstraining feststeht. Auch sein Einsatz im Ligaspiel am Samstag, 17. Oktober, gegen Elche, das um 16:15 Uhr angepfiffen wird, ist fraglich. Die Welt schrieb, der Verein hoffe, dass sein Stammtorwart die Ereignisse schnell verarbeiten könne. Ob er in den kommenden Wochen wieder zwischen den Pfosten stehen wird, bleibt unklar.