Entdeckung am Strand

Ein Passant meldete am Dienstag, dem 13. Oktober, ein drohnenähnliches Objekt am Strand von Karwia in Pommern; der Anruf erreichte den Angaben zufolge gegen 18:20 Uhr die Polizei des Kreises Puck. Die Beamten sicherten die Fundstelle und alarmierten die Militärgendarmerie, die Staatsanwaltschaft, Kampfmittelexperten, die Armee, den Inlandsgeheimdienst und den Militärischen Abschirmdienst. Auch Antiterror-Polizisten wurden zum Fundort entsandt; Feuerwehrleute aus dem Kreis Puck waren nur anwesend, um die Fläche auszuleuchten. Das Objekt ist etwa zwei Meter lang und war teilweise im Sand verschüttet. Die Behörden entschieden, dass Anwohner nicht evakuiert werden mussten, und richteten eine Sicherheitszone von 300 Metern um den Fund ein.

Zeitleiste des Objekts am Strand von Karwia, 13. bis 14. Oktober 2026
  1. Ein Passant meldet ein drohnenähnliches Objekt am Strand von Karwia, die Polizei wird zur Sicherung entsandt
  2. Ein Staatsanwalt trifft am Fundort ein, die Arbeiten der Gendarmerie werden über Nacht unterbrochen
  3. RMF FM berichtet inoffiziell, die Fragmente gehörten zu einer polnischen Testdrohne
  4. Die Gendarmerie teilt mit, chemische, radiologische und Sprengstoffgefahren seien ausgeschlossen; biologische Tests laufen weiter

Sicherheitsüberprüfungen

Oberstleutnant Dariusz Rozkosz, Sprecher des Kommandeurs der Militärgendarmerie, erklärte am Morgen des 14. Oktober, chemische, radiologische und Sprengstoffgefahren seien ausgeschlossen worden. Tests auf biologische Stoffe liefen zu diesem Zeitpunkt noch. Er sagte, das Untersuchungsteam werde anrücken, um das Objekt zu inspizieren, zu bergen und für weitere Untersuchungen zu sichern, sobald diese Gefahren ausgeräumt seien; für die menschliche Gesundheit bestehe kein Risiko, wenn alle Gefahren ausgeschlossen seien. Auf die Frage, ob der Fund als Drohne bestätigt werden könne, gab er diese Antwort:

Wenn wir eine Drohne mit vier Propellern meinen, dann nein, aber wenn wir den Rumpf mit Flügeln als Drohne betrachten, dann wahrscheinlich ja.

— Dariusz Rozkosz

Wessen Drohne war es?

Der RMF-FM-Journalist Krzysztof Zasada berichtete, die Fragmente gehörten zu einer polnischen Testdrohne des Instituts für Militärische Luftfahrttechnik (Instytut Techniki Wojsk Lotniczych), die vor ihrem Absturz an Übungen teilgenommen habe. Rzeczpospolita berichtet, das Verteidigungsministerium habe RMF 24 mitgeteilt, die Fragmente stammten von einer Testdrohne. Die Gendarmerie und andere Dienste hatten die Angabe bei Veröffentlichung der Berichte nicht bestätigt, schlossen sie aber auch nicht aus. Rozkosz sagte, das Objekt sei teilweise mit Sand bedeckt, sodass eine genauere Untersuchung erst nach Abschluss der Sicherungsarbeiten möglich sei. Sollte das Objekt Kennzeichnungen tragen, könnten diese helfen, seine Herkunft zu klären.

Staatsanwaltschaft und nächste Schritte

Mariusz Duszyński, Sprecher der Regionalstaatsanwaltschaft Danzig, sagte, ein Staatsanwalt sei am 13. Oktober gegen 21:00 Uhr am Fundort gewesen, als die Gendarmerie unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft mit der Sicherung des Gebiets begann. Die Arbeiten wurden über Nacht unterbrochen, und am 14. Oktober stießen weitere Staatsanwälte der 8. Militärabteilung der Danziger Behörde zum Team. Eine Entscheidung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wird getroffen, sobald die Verfahrensschritte am Strand abgeschlossen sind. Rozkosz versprach Informationen, sobald der Fundort gefahrlos zugänglich sei:

Sobald wir sicher sind, dass es gefahrlos ist, sich dem Objekt zu nähern, werden wir Sie selbstverständlich informieren.

— Dariusz Rozkosz