Frühwarnung nahe Vylkove
Das rumänische Verteidigungsministerium (MApN) teilte mit, sein Radar habe am Mittwochmorgen, dem 14. Oktober, Luftziele nahe der ukrainischen Stadt Vylkove unweit der rumänischen Grenze erfasst. Die Ziele seien nicht in den nationalen Luftraum eingedrungen, hieß es aus dem Ministerium. Zwei Kampfjets vom Typ F-16 der rumänischen Luftwaffe, stationiert auf dem Luftwaffenstützpunkt Borcea 86, starteten, um die Lage zu überwachen; Mediafax berichtete zudem, ein Hubschrauber vom Typ IAR-330 SOCAT sei aufgestiegen. Das Nationale Militärische Kommandozentrum informierte die Generalinspektion für Notsituationen, woraufhin um 06:39 Uhr eine RO-Alert-Meldung für den Norden des Kreises Tulcea erging – Ziare.com nannte etwa 06:40 Uhr. Die Meldung warnte vor einem möglichen Drohneneinflug und forderte die Bewohner auf, Ruhe zu bewahren und sich in Kellern oder Zivilschutzräumen in Sicherheit zu bringen oder andernfalls in Innenräumen von Fenstern und Außenwänden fernzubleiben.
Die drei Luftziele sind nicht in den nationalen Luftraum eingedrungen.
Ein Ziel dringt in den rumänischen Luftraum ein
Das Ministerium meldete später einen zweiten Vorfall, den es als den zweiten bezeichnete, den es an diesem Tag bekannt gegeben habe. Dem Facebook-Beitrag des Ministeriums zufolge bewegte sich ein einzelnes Ziel kurzzeitig über dem Schwarzen Meer östlich von Sulina, drang in den rumänischen Luftraum ein und wechselte anschließend in den ukrainischen Luftraum, wo die ukrainische Luftverteidigung es abschoss. Auch für diesen Vorfall starteten zwei F-16. Ein zweiter RO-Alert wurde um 10:19 Uhr an die Bewohner im Osten und Norden des Kreises Tulcea übermittelt, der Luftalarm endete um 11:22 Uhr. Die Darstellung des Ministeriums zum zweiten Ziel unterscheidet sich vom früheren Radarbild, in dem drei Ziele nahe Vylkove außerhalb des rumänischen Luftraums blieben.
- RO-Alert an den Norden des Kreises Tulcea mit Warnung vor einem möglichen Drohneneinflug
- Zweiter RO-Alert an den Osten und Norden des Kreises Tulcea, als sich ein Ziel der Grenze näherte
- Luftalarm beendet
Reaktion vor Ort und Geschichte der Warnungen
Vertreter der ISU Tulcea erklärten, zum Zeitpunkt der Berichterstattung seien keine Notrufe eingegangen, und adevarul.ro berichtete, in dem betroffenen Gebiet seien keine Zwischenfälle registriert worden. Die RO-Alert-Meldungen ergingen im Zusammenhang mit dem Krieg, den Russland in der Ukraine begonnen hat. Ziare.com berichtete, seit Beginn des Jahres 2026 habe die Zahl der RO-Alert-Meldungen, die die Generalinspektion für Notsituationen aus diesem Grund an die Bewohner des Kreises Tulcea verschickt habe, die Zahl der landesweit aus demselben Anlass versandten Extremwarnungen in den Jahren 2023 bis 2025 übertroffen. Die Warnungen in Tulcea forderten die Bewohner auf, Ruhe zu bewahren und sich von Fenstern fernzuhalten; Schäden oder Verletzte wurden in den ausgewerteten Quellen nicht gemeldet.