Finale durch Verletzung abgebrochen
Novak Djokovic gewann am Dienstag den Titel bei den China Open 2026, nachdem Alex de Minaur im frühen zweiten Satz mit einer Leistenverletzung aufgegeben hatte. Der 39-jährige Serbe holte den ersten Satz im Tiebreak mit 7:6(3) im Olympic Green Tennis Center in Peking. De Minaur nahm zwischen den Sätzen eine medizinische Auszeit und kehrte mit einem schweren Verband am linken Oberschenkel auf den Platz zurück. Nachdem er das erste Spiel des zweiten Satzes gewonnen hatte, konnte der 27-jährige Australier nicht weiterspielen und beendete die Partie beim Stand von 7:6(3), 0:1.
Bei der Siegerehrung wandte sich de Minaur mit seinem körperlichen Rückschlag an das Publikum.
Mir geht es nicht gut... Ich möchte mich bei all den großartigen Fans entschuldigen. Ich wollte nicht so enden... hoffentlich sehen wir uns nächstes Jahr.
Weg durch das Pekinger Tableau
Djokovic ging als Nummer sechs der Setzliste und Weltranglisten-Elfter in das ATP-500-Turnier und traf auf seinem Weg zum Titel auf drei aufeinanderfolgende Top-Ten-Gegner. Im Viertelfinale besiegte er den Weltranglistenzweiten Alexander Zverev über drei Sätze und breakte den Deutschen im letzten Spiel eines zweiten Satzes, in dem Zverev 96 % seiner ersten Aufschläge ins Feld brachte. Das Halbfinale endete abrupt, als der Weltranglistenfünfte Daniil Medvedev disqualifiziert wurde, weil er nach einer ungünstigen Linienrichterentscheidung einem Zuschauer in der ersten Reihe mit einem Ball ins Gesicht traf.
- Djokovic besiegt Alexander Zverev in drei Sätzen
- Daniil Medvedev wird disqualifiziert, nachdem er einen Zuschauer mit einem Ball getroffen hat
- Alex de Minaur gibt beim Stand von 7:6(3), 0:1 wegen einer Leistenverletzung auf
Das Ergebnis bedeutete, dass Djokovic sowohl das Halbfinale als auch das Finale überstand, ohne in einem der beiden Spiele einen Matchball spielen zu müssen.
Unbesiegte Bilanz und Meilensteine
Der Sieg brachte Djokovic seinen siebten China-Open-Titel und wahrte seine unbesiegte Bilanz in Peking, womit er seine Karrierebilanz bei dem Turnier auf 34 Siege und null Niederlagen ausbaute. Der Serbe war seit 2015 nicht mehr bei dem Pekinger Turnier angetreten – eine Lücke von elf Jahren. Der Titel ist seine 102. ATP-Einzeltrophäe seiner Karriere, womit er einen Turniersieg hinter Roger Federer (103) und sieben hinter dem Rekordhalter Jimmy Connors (109) liegt. Zudem ist es die 21. Saison in Folge, in der Djokovic mindestens einen Einzeltitel auf Tour-Ebene gewonnen hat.
In der Pressekonferenz nach dem Match reflektierte Djokovic über seine Rückkehr nach China und seine jüngste Form.
Dieser Triumph kam zum besten Zeitpunkt. Er hat mein Selbstvertrauen gestärkt und ist der Beweis, dass ich noch auf höchstem Niveau mitspielen kann.
Körperliche Belastungen auf der Tour
Das Finale in Peking bildete den Abschluss eines Turniers, das im Herrenfeld von körperlichen Belastungen geprägt war: Alle drei abschließenden Matches in Peking endeten ohne ausgespielten Matchball. In der anderen Tableauhälfte gab auch Hubert Hurkacz in seinem Halbfinale gegen de Minaur verletzungsbedingt auf. Der Verschleiß fiel mit der Nachricht zusammen, dass Weltranglistenerster Jannik Sinner seine Saison 2026 vorzeitig beendete, um sich wegen anhaltender Knieprobleme medizinisch behandeln zu lassen. Unterdessen kehrte Carlos Alcaraz nach einer fünfmonatigen Pause wegen einer Handgelenksverletzung zurück und gewann am Dienstag die Japan Open in Tokio; er besiegte Jiri Lehecka mit 7:6(4), 6:4 und holte damit seinen 27. Karrieretitel.