Der Brand und die Sperrung

Ein Renfe AVE geriet am Montag, dem 12. Oktober, bei Ricla in der Provinz Zaragoza in Brand, während er in Richtung Figueres unterwegs war. Das Feuer unterbrach den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Madrid und Barcelona in beide Richtungen. Vier Stunden nach dem Brand wurde ein Gleis durch den betroffenen Abschnitt geöffnet, und in der Nacht wurden alle Fahrgäste aus dem liegengebliebenen Zug gebracht. Insgesamt 283 Reisende wurden evakuiert, es gab keine Verletzten, und 33 Züge waren betroffen, was 12.979 Reisende beeinträchtigte. Adif erklärte, Renfe, Ouigo und Iryo hätten mit dem Unternehmen einen Verkehrsplan ausgearbeitet, der an die reduzierten Geschwindigkeitsbegrenzungen angepasst sei. Carmona beschrieb die Lage auf der Strecke so.

Zeitplan der Sperrung und Wiederherstellung der Strecke bei Ricla
  1. Renfe AVE gerät bei Ricla (Zaragoza) auf dem Weg nach Figueres in Brand, unterbricht den Verkehr in beide Richtungen
  2. Ein Gleis wird durch den betroffenen Abschnitt geöffnet
  3. Alle Fahrgäste aus dem liegengebliebenen Zug werden evakuiert; keine Verletzten gemeldet
  4. Iryo streicht vier Madrid-Barcelona-Verbindungen für den 14. Oktober
  5. Vordere Wagen nach Zaragoza-Delicias gebracht; Geschwindigkeitsbegrenzung auf 160 km/h angehoben
  6. Zweigleisiger Betrieb soll Anfang der Woche wieder aufgenommen werden

Die Arbeiten zur Bergung des betroffenen Zuges laufen. Ein Teil des Zuges wurde bereits entfernt, doch der betroffene Führerstand steht noch auf der Strecke.

— Antonio Carmona

Änderungen im Verkehr am Mittwoch

Iryo strich für Mittwoch, den 14. Oktober, vier Verbindungen, nämlich die Züge 6081, 6320, 6161 und 6190, und verteilte deren Fahrgäste auf andere Züge. Fahrgäste, die die Alternative nicht annehmen, können ihr Ticket umbuchen oder stornieren und erhalten den vollen Preis zurück. Ouigo verschob zwei Abfahrten ab Barcelona Sants: Zug 6500, der um 10:40 Uhr fahren sollte, startet nun um 13:50 Uhr, und Zug 6570, planmäßig um 17:40 Uhr, fährt um 20:20 Uhr. Renfe fährt nach einem ähnlichen Konzept wie am Dienstag, wobei die Züge AVE 3180 und 3190 jedoch in ihrer üblichen einfachen Einheit verkehren sollen. Ab Mittwoch stieg die Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem betroffenen 25 Kilometer langen Abschnitt von 80 auf 160 km/h, und Adif erklärte, die Fahrzeiten könnten sich um 10 bis 15 Minuten verlängern, mit möglichen Folgeverspätungen.

Bergung des ausgebrannten Zuges

Adif-Sprecher Antonio Carmona sagte, die Bergungsarbeiten seien komplex und könnten nur nachts ausgeführt werden, weil sie nicht parallel zum Zugverkehr laufen könnten. Ein Teil des Zuges sei bereits abtransportiert worden, doch der ausgebrannte Führerstand stehe noch auf der Strecke. Der Führerstand müsse fast Stück für Stück zerlegt und mit einem Arbeitszug abtransportiert werden, und für das Anheben des größten Teils sei ein Kran nötig. Renfe zog die vorderen Wagen, die vom Feuer nicht betroffen waren, am frühen Mittwoch nach Zaragoza-Delicias, doch die ausgebrannte Lokomotive könnte mehrere weitere Tage brauchen, um geborgen zu werden. Die Stelle ist abgelegen, und da das parallele Gleis wieder in Betrieb ist, können Maschinen nur wenige Stunden pro Nacht auf den Schienen arbeiten.

Ursachen und Reparaturen

Die Brandursache wird noch untersucht, und Adif erklärte, es sei zu früh, um festzustellen, was den Vorfall ausgelöst hat. Renfe teilte Adif mit, der Wartungsplan des Zuges sei vollständig aktuell gewesen. Carmona sagte, die Infrastruktur sei schwer beschädigt, und die Reparaturen, einschließlich der Oberleitung, könnten beginnen, sobald der Führerstand entfernt sei. Adif rechnet damit, dass der zweigleisige Betrieb Anfang der Woche des 19. Oktober wieder aufgenommen wird. Renfe-Quellen bezeichneten die Bergung als langwierige Aufgabe, die mehrere Tage dauern werde, und die drei Betreiber arbeiten weiterhin mit Adif an ihren Fahrplänen. Carmona entschuldigte sich bei den betroffenen Fahrgästen, und Adif erklärte, jeder, der reisen wolle, könne dies auch tun.