Haft und Anklage

Das Bukarester Berufungsgericht ordnete für Călin Georgescu eine 30-tägige Untersuchungshaft an, weil er und zwei weitere Verdächtige einen Geschäftsmann um 1,1 Millionen Euro betrogen haben sollen. Die Staatsanwaltschaft gibt an, der Geschäftsmann habe gezahlt, nachdem ihm eine Kreditlinie von bis zu 15 Millionen Euro von einem ausländischen Finanzinstitut in Aussicht gestellt worden sei. Georgescu bestreitet die Vorwürfe.

Am 13. Oktober ersetzte das Bukarester Tribunal die Haft durch 30 Tage Hausarrest, doch die Anordnung ist nicht rechtskräftig. DIICOT legte am 14. Oktober Berufung ein, sodass Georgescu bis zur Entscheidung des Berufungsgerichts in der zentralen Polizeihaftanstalt bleibt.

Beweise und Zeugen

DIICOT ließ seine Villa in Mogoșoaia einfrieren, und lokale Medien berichten, dass auch mehrere Bankkonten beschlagnahmt wurden. Mehr als 20 in der Villa beschlagnahmte Geräte warten auf eine forensische Untersuchung. Die Staatsanwaltschaft hat seinen Schwiegervater zu einer Überweisung von 118.000 Lei und die Ehefrau des Mitverdächtigen Ionel Rusen zu einem Konto bei der MIGOM Bank befragt. Die Vorwürfe sind vor Gericht nicht geprüft.

Politischer Hintergrund

Anhänger protestieren seit 14 Nächten, auch vor dem DIICOT-Gebäude. Die Gendarmerie verhängte zwischen dem 29. September und dem 9. Oktober Geldstrafen in Höhe von 101.000 Lei wegen nicht angemeldeter Versammlungen und Störungen. Der Prüfstein ist die Entscheidung des Berufungsgerichts über den Einspruch von DIICOT.