Was offengelegt wurde

Der Schweizer Online-Marktplatz Ricardo hat eine Sicherheitslücke eingeräumt, durch die persönliche Daten von rund 890.000 Nutzerkonten zugänglich wurden. Das teilte die Muttergesellschaft SMG Swiss Marketplace Group mit. Zu den betroffenen Daten gehören Namen, Postadressen und Telefonnummern. Nach den bisher vorliegenden Informationen waren auch Firmennamen gewerblicher Nutzer betroffen. E-Mail-Adressen und Passwörter seien hingegen nicht offengelegt worden, so das Unternehmen.

Wie sich der Vorfall entwickelte

Ricardo entdeckte am Mittwoch, dem 7. Oktober, verdächtige Aktivitäten auf seinen Servern und leitete umgehend technische Maßnahmen ein, um seine Systeme abzusichern. Die Sicherheitslücke, die den Zugriff ermöglichte, ist inzwischen vollständig geschlossen. Eine anschließende Untersuchung ergab, dass personenbezogene Daten offengelegt worden waren. SMG gab den Vorfall am Freitag, dem 9. Oktober, bekannt.

Zeitlicher Ablauf des Datenvorfalls bei Ricardo
  1. Ricardo entdeckt verdächtige Aktivitäten auf seinen Servern
  2. Die Sicherheitslücke, die den Zugriff ermöglichte, ist vollständig geschlossen
  3. SMG gibt bekannt, dass persönliche Daten von rund 890.000 Konten offengelegt wurden

Benachrichtigungen und nächste Schritte

Ricardo informiert die betroffenen Nutzer direkt über den Vorfall, seine möglichen Folgen und die Vorsichtsmaßnahmen, die sie ergreifen können. Wie es die gesetzlichen Vorgaben verlangen, hat die Plattform den Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) informiert. Zudem will Ricardo Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Ein Bericht nennt das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) als zu informierende Stelle, ein anderer das Nationale Zentrum für Cybersicherheit.